Met brauen

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Anette
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Met brauen

Beitragvon Anette » So 29. Nov 2015, 08:36

Hat jemand einen Gärballon und hat Lust, mit Ansgar und mir sich in der Metherstellung zu versuchen? Regelmäßige Kostproben sind natürlich Pflicht :lol:

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Gharyak
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Re: Met brauen

Beitragvon Gharyak » So 29. Nov 2015, 13:56

Ich glaube Gerry hat da was. Der hat schonmal Met gemacht.
Die Sachen sind glaube ich auch nicht so teuer.

Dennis
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Gerybald
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Re: Met brauen

Beitragvon Gerybald » So 29. Nov 2015, 19:08

Ich hab ein 20L Edelstahlfass einen Gäraufsatz ohne Pfropf (ist kaputt) und eine Spindel zum Messen des Alkoholgehalts.
Pfropf aus Kork, Messspindel und Gärzusatz gibs inner Apotheke.
Ein Edelstahlfass kann man günstig bei Chemiefirmen absammeln die Medizinischen Alkohol verarbeiten.
Plastikfässer sind Pfuipfui, denn Met gärt etwa 3 Monate und nimmt dann den Plastegeschmack vom Fass an.

5 Liter Ballons die man billig bei I-bäh bekommt sind völliger Quatsch, warum sollte man 3-4 Liter Met 3 Monate
vergären lassen und dann zu Zweit an einem Abend wegtrinken.
20 Liter sind das Minimum der Vernunft denn 4-6 Liter braucht man Luft für den Hefeschaum bei Gärprozess.

Ausserdem braucht ihr für 15 Liter Met:

6 KG Honig,
1 Liter Apfelsaft,
8 Liter Quellwasser
und ein Fläschchen mit Portweinhefe (Apotheke)

Experimente mit Kräutern oder Gewürzen sind SEHR zu empfehlen.

Tips und Anleitung gibs bei mir gratis. (nur auf Wunsch natürlich, manch einer möchte ja selbst herausfinden wies geht)
Ich könnt das auch vormachen, dazu nen Vortrag halten und das Ganze "Workshop" nennen,
Aber ich mag das Wort Workshop nicht, es kling nach teuer verpackter heißer Luft mit Bratensoße von Vorgestern.

Finanziell spart man beim selber brauen etwa 30 % im vergleich zum Kauf.
Ausser man kennt einen Imker der öfters Plörrhonig hat der sich nicht verkaufen lässt.
„Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich,
was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“

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Re: Met brauen

Beitragvon Uthred / Joachim » So 29. Nov 2015, 21:51

Wenn Du einem nicht Gärmeister nun noch erklären kannst, was "Plörrhonig" ist, könnte ich den Immker meines Vertrauens mal befragen!?

Und das mit Deinem Vorschlag des Vormachens in Form eines Vortrages ( oder doch Workshops ) hört sich doch sehr interessant an.

Wenn ich dann auf den Geschmack, des selber Gärens, gekommen bin, würde ich mich vielleicht sogar zur Herstellung einer bestimmten Menge Met zur Vereinsverköstigung bereiterklären.
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Ohne Begeisterung, welche die Seele mit einer gesunden Wärme erfüllt, wird nie Großes zustande gebracht.
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Re: Met brauen

Beitragvon kati » Mo 30. Nov 2015, 16:49

Wär doch ne super idee für die lagerwoche bei steffi ;-)
Also das gesammte ^^

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Gerybald
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Re: Met brauen

Beitragvon Gerybald » Mo 30. Nov 2015, 17:25

@Joachim
Als Plörrhonig bezeichnete mein damaliger Imker alles was er nicht als Brotaufstrich-Honig verkaufen konnte.
Sei es weil er zu dünnflüssig war, oder irgendwelche Grenzwerte überschritten waren oder aus was für Gründen auch immer.
Den hat er damals entweder mir zum Brauen mitgegeben oder selber zum Backen genommen oder im Winter mit Zucker vermischt an seine Bienen Verfüttert.
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Re: Met brauen

Beitragvon Gerybald » Mo 30. Nov 2015, 17:30

Den Met bei Steffi unter freiem Himmel ansetzen ist zwar autentisch, aber nicht wirklich ratsam.
Die Gefahr das da Fremdkeime in den Sud gelangen und und dieser statt zu gären einfach nach 5 Tagen verschimmelt ist viel zu gross.

Sowas macht man in der Küche und alle Geräte und Behälter müssen mit kochendem Wasser ab- und ausgespült werden.
Auch das verwendete Mineralwasser muss unbedingt abgekocht werden. (Kräuter und Gewürze werden bei diesem Vorgang zugefügt

Spülie oder Seife sind hier übrigens Tabu, schon der kleinste Spülirest kann den Geschmack des Met negativ beinflussen.

Die Steffi Lagerwoche wäre allerdings hervorragend geeignet für die Verkostung ^^
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Re: Met brauen

Beitragvon Gerybald » Mo 7. Dez 2015, 21:55

Medowucha - Russisches Met-Rezept

10 l Wasser in einem Topf oder Eimer aufkochen, 1,5 kg Honig dazu geben und bei ständigem Rühren 3 bis 5 Minuten kochen lassen.
Schaum entfernen,10 g Hopfenzapfen (oder andere Gewürze wie Nelken, Vanille, Anis Zimt) dazugeben, gut mischen, vom Herd nehmen, zudecken und abkühlen lassen.
3 g Hefe mit süßem Wasser vermengen, gehen lassen, zu der warmen Honigmischung geben und bei Temperaturen von 22-24 Grad gären lassen .

Version 1:
Nach fünf Tage im Topf den Medowucha durch den feinen Filter (oder durch ein mit einem Küchentuch belegtes Sieb) in Schraubflaschen gießen.
Jede Flasche nur zu ¾ auffüllen und jeden Tag die Flaschen aufschrauben und den Überdruck heraus lassen.
Der Medowucha ist in vier bis fünf Tagen fertig und 2 bis 3 Wochen im Kühlschrank haltbar.

Version 2:
Den Medowucha in einen Gärfass geben mit Gärzusatz geben und 2 Wochen Gären lassen.

---

Vorteil gegenüber dem was gemeinhin als Honigwein verkauft wird: Es dauert nur 2 Wochen bis es fertig ist, hat dafür aber nur etwa 8% Alkohol.

Die kürzere Brauzeit macht in meinen Augen diese Version zur historisch wahrscheinlichen Variante bei der "normalen Bevölkerung".
Kapazitäten zum brauen und lagern über Monate muss man erstmal "über" haben.
Davon abgesehen erlaubt diese Variante mehr Experimente mit irgendwelchen Zusätzen :mrgreen:
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Re: Met brauen

Beitragvon Anette » Di 8. Dez 2015, 21:06

Das hört sich alles sehr lecker an...ein Arbeitskollege wird mir einen Gärballon aus Glas leihen- soweit ich weiß fasst dieser 20 Liter. Ich wäre an einem Workshop auch sehr interessiert- können wir uns einen Termin aussuchen? Wenn alle auch noch ihre Instrumente mitbringen, können wir brauen, musizieren und was Leckeres kochen. Recherchiere grade auch nach Rezepten- also: was meint Ihr? :lol:
Muss mir hier allerdings noch einen Imker suchen. Kennt Ihr einen in der Nähe von Lingen?

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Re: Met brauen

Beitragvon Gerybald » Mi 9. Dez 2015, 03:15

Ich wollt demnächst 16 Liter Medowucha ansetzen, sobald mein Vater endlich aus dem verdammten Krankenhaus raus ist und ich wieder Zeit hab.
Wenn ich alles zusammen hab und die Kaputten Sachen (Korkstopfen) ersetzt hab geb ich Bescheid.
Ich mach das bei mir in der Küche. Da kann gerne jeder wo will bei zusehen und ich mach den Erklärbär.

Nachmachen muss dann aber jeder bei sich zu Haus, denn ein Voller Gärballon lässt sich schlecht im Auto transportieren,
außerdem sind meine Kapazitäten begrenzt. :)
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